Rückblick 2007
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In der Hütte am Ufer, wo Jean Ferrero
schläft, hört man den Fluß: er macht ein
Geräusch wie Lippen, an denen man leckt,
weil der Mund trocken ist. Doch Flüsse reden
niemals, und ihre Gleichgültigkeit ist
sprichwörtlich. Die Alamana, der Po, der
Rhein, die Donau, der Dnjepr, die Save, die
EIbe, die Koca, wo einige versprengte Soldaten
Alexanders des Großen mit Nachzüglern
der persischen Armee kämpften, in einem
Scharmützel, das nicht überliefert ist. – Es
gibt keinen großen Fluß irgendwo, für den
nicht Männer in der Schlacht gestorben sind,
wobei ihr Blut in wenigen Minuten fortgewaschen
war. Und in der Nacht nach den
Schlachten fangen die Massaker an. |
Caterina Albert wurde in Kassuhn/ Sachsen-
Anhalt geboren und wuchs an der Elbe
in Magdeburg auf. Fachschule für Angewandte
Kunst in Berlin/DDR. Seit 1974 in
der BRD, Akademie der bildenden Künste
in München 1975 – 1980. |


