Rückblick 2008
Schon lange verwendet Monika Huber in ihren Bildern verschiedene Materialien. ...
Sie kombinierte die Leinwand mit Vierkantstäben, mit Stahlplatten. Es folgten die Collagen. Auf der Leinwand, dem Nessel, befand sich nicht mehr nur Farbe, sondern auch Tonpapier, also farbiges Papier, auf dem dann wiederum gemalt wurde. Und sie begann zu nähen.
Die jüngsten Arbeiten von Monika Huber bestehen aus zusammengenähten Bahnen Nessel, Farbe und Plexiglas. Bei diesen Glasbildern findet die Malerei auf verschiedenen Ebenen statt. Und weil dem so ist, entstehen Räume dort, wo eigentlich keine sind. ...
Die neuen Glasarbeiten müssen nicht unbedingt das Rot enthalten. Es gibt auch welche, die nur schwarz-weiß sind oder auch blau-schwarz, magenta farbene, usw.. Die Farbformen setzen sich alle außerhalb des Bildes fort, in einer anderen Wirklichkeit, die wir uns denken können, die im Kopf stattfindet. Und wenn wir die Formen fortsetzen, dann entsteht leicht das Band des Mäander, dieses aus der Antike stammende Muster, das seinen Namen von dem Fluss hat, der sich durch die Gebiete schlängelt, die damals von Ioniern und Phrygiern bewohnt waren und heute zur Türkei gehören. ...
Auszug dem Text zu „Monika Huber – behind the mirror“, 2007 von Dr. Susanna Partsch
Biografie Monika Huber
1959
geboren in Dingolfing
1979 – 85
Studium der freien Malerei
bei Prof. Günter Fruhtrunk,
Akademie der Bildenden Künste, München,
1982
Studienaufenthalt in Ascona, Tessin,
1985
Förderstipendium der Stadt München für Malerei
1986
Studienaufenthalt in Royan und Paris,
Arbeitsstipendium des DFJW in Paris,
seit 1987
Ausstellungen im In- und Ausland,
1992
Studienaufenthalt in Venedig
Stipendium des Innenministeriums,
seit 1995
Verschiedene Architekturprojekte
im seriellen Siebdruckverfahren,
1996
Förderung nach dem Hochschulsonderprogramm II
lebt und arbeitet in München

