Rückblick 2008
Die Arbeiten von Sati Zech wirken auf den ersten Blick wie starke und in sich geschlossene abstrakte Strukturen. Die Einfarbigkeit in rot oder schwarz unterstreicht den strukturalen Charakter und bietet strenge Formen von farbiger Linie auf weißer Fläche. Doch der zweite Blick, den jede der Arbeiten förmlich erzwingt, öffnet und erweitert sofort: Flächen wie Linien selber sind vielschichtig und differenziert, erscheinen mannigfach bearbeitet und gestaltet. Die klare Entscheidung für Fläche und Linie hebt sich auf in dem Ausdruck einer regelrecht umkämpften, immer wieder in Frage gestellten und unterbrochenen Form, so als sei jeder Farbauftrag mehrfach revidiert, zurückgenommen und doch wieder neu vorgetragen, jede Form fest und kraftvoll gestaltet und gleichzeitig gebrochen und als labil erwiesen...
Dr. Michael Kochs
Die 1958 in Karlsruhe geborene Künstlerin studierte zunächst 1982 bis 1987 an der Hochschule der Künste, Berlin bei Prof. Lothar Fischer, darauf folgten mehrere Arbeitsstipendien, davon zwei im Ausland (Olevano Romano, Stockholm). 2006 wurde Sati Zech mit dem Egmont Schäfer-Preis für Zeichnung (Berlin) ausgezeichnet..
Seit 1989 rege Ausstellungs- und Lehrtätigkeit im In- und Ausland. Die Künstlerin lebt und arbeitet in Berlin.

