Kunstverein Würzburg

Aktuell

Claudia Desgranges - Malerei24.03.–24.04.2019
Open ARTE und Jahresgabe27./28.04.2019
Heiko Börner - Flash05.05.–05.06.2019
LeerRaumPioniere - >>Membran<<15.06.–10.07.2019
Martina Geist - Mäander25.08.–26.09.2019
Tanja Fender - Maritime Motive06.10.–06.11.2019

Claudia Desgranges - Malerei

24.03.–24.04.2019

„Desgranges thematisiert in ihrer Arbeit die primären und eigenwertigen Grundlagen jeder Malerei, (…) aber relativ früh wird „Zeit“ als bildbestimmender Faktor in den Werken selbst zum Bildgegenstand. (…) Spätestens seit 2003 thematisiert die Künstlerin auch die eigene „Malgeschichte“, indem sie zeigt, dass eigenständig gemalte Farbplatten additiv miteinander verbunden werden können und trotz des additiven Verfahrens ein Bild entsteht, das „wie aus einem Guss“ erscheint. In ihrer jüngsten Werkreihe, den „composite paintings“, hingegen betont sie gerade das Nacheinander, das Gegensätzliche unabhängig voneinander entstandener Farbtafeln. Mit dieser Werkreihe hebt sie endgültig die „Raum-Zeit-Einheit“ des traditionellen Bildgefüges auf.“ (Roland Scotti)

Für den Kunstverein Würzburg wird die Werkgruppe „zeitstreifen“, das sind schmale, langestreckte Bildtafeln auf Aluminium, vertikal und horizontal gedehnt, der Werkgruppe der „composite paintings“ gegenübergestellt.

 

Foto: Abbildung: „Kho Kho Khao, Composite painting# 040313“ (Ausschnitt), 82 x 280 cm, 2013 · Foto: Viktor Dahmen

 

Open ARTE und Jahresgabe

27./28.04.2019

Auch in diesem Jahr wird sich die ARTE NOAH den Besuchern wieder zur „Open ARTE“ öffnen: Interessante Führungen durch das Schiff mit unserem Skipper Andreas Stapf finden dabei ebenso statt wie eine Gemeinschaftsausstellung der Künstler Anita Tschirwitz und Hans-Jürgen Freund. 

Ebenso attraktiv ist das Angebot des Kunstvereins, seinen Mitgliedern – jenen zu besonders günstigen Konditionen – aber auch allen anderen Interessierten den Erwerb von Editionen und Jahresgaben anbieten zu können. So freuen wir uns auf die diesjährige Jahres­gabe mit einem Blatt von Jürgen Klauke, das im Rahmen der OpenARTE vorgestellt wird.

 

Heliogravüre nach einer Zeichnung 

aus dem Tagebuch „Fag-Hag“, 10 A.P. (I–X), signiert, 1976, 16 x 12,5 cm auf 20 x 13,5 cm

 

Heiko Börner - Flash

05.05.–05.06.2019

Die Dynamik, die Heiko Börners Arbeiten innewohnt, lässt den Betrachter vermuten, dass sie sich im nächsten Moment aus ihrer spannungsvollen Konstellation lösen werden. Der Titel der Ausstellung „Flash“– im Sinne von Blitzlicht bzw. Momentaufnahme – ist Programm in seinem Werk. Börners Objekte sind „Raumzeitliche Gebilde“. Sie machen Prozesshaftes erfahrbar. Seine eigenwillige phantasiereiche Formensprache reicht vom Schlichten zum Opulenten, vom überbordend Sinnlichen und Chaotischen, zum kühl Abstrakten, vollkommen Geordneten. Die Arbeiten sind Fragmente einer Fantasiewelt, die den flüchtigen Augenblick überdauern. Sie verbinden Tradition und Modere auf poetische Weise.

 

Abbildung: „Linde 18/05“, 48 x 29 x 4 cm, 2018   

 

Portraitfoto: Miriam Kuenzli

LeerRaumPioniere - >>Membran<<

15.06.–10.07.2019

Die LeerRaumPioniere organisieren und kuratieren temporäre Kunstausstellungen in Würzburger Leerständen und schaffen so eine Plattform für Künstler_innen aus der Region. Für den Kunstverein wird der Begriff „urbaner Leerstand“ erweitert – der zweite Pfeiler der Pioniere rückt in den Vordergrund: die Verknüpfung von Kulturinstitutionen Würzburgs. Unter dem Titel >>Membran<< wid ein genreübergreifendes Konzept für das gesamte Schiff erarbeitet. Max Gehlofen öffnet mit einer großformatigen Skulptur Begegnungsräume für kulturellen Austausch und schafft den Rahmen für eine Kollektivarbeit. Die künstlerischen Positionen der LeerRaumPioniere schließen sich zu einem Gesamtwerk zusammen. Vorhandene Raumgrenzen werden optisch aufgelöst, neue werden geschaffen. Man tritt durch die Membran der Realität in ein fremdes Universum, Innen und Außen verschwimmt. 

Martina Geist - Mäander

25.08.–26.09.2019

Holztafeln bilden den Schwerpunkt der Ausstellung mäandern. Diesen werden exemplarisch Holzschnitte gegenübergestellt. Eine transparente, textile Fahne hängt im Schiffsraum. Martina Geist setzt sich mit dem Holzschnitt auseinander. Dabei erforscht sie das Grenzgebiet zwischen Druck, Zeichnung und Malerei. Sie orientiert sich an der Natur oder an Alltagsgegenständen, die sie ins Holz schneidet, konsequent reduziert und 

abstrahiert. Schneiden ist ihre Form des Zeichnens, Auftrag und Durchreiben der Farbe ihr malerisches Pendant. Die Holztafeln, von denen es in der Regel nur einen Druck gibt, behaupten ihre Eigenständigkeit als farbig gefasste Reliefs. 

Eine Edition erscheint zur Ausstellung.

 

Abbildung: „Mäander III“, Öl auf Holz, 2-teilig, je 30 x 30 cm, 2018 

Foto: Frank Kleinbach · Portraitfoto: Gerd Ziegler

Tanja Fender - Maritime Motive

06.10.–06.11.2019

Von dem ungewöhnlichen Ausstellungsort des Schiffs angeregt, möchte ich das Thema „Gewässer – Wasser, Fluss und Meer“ in meinen Werken behandeln. Das Wasser bietet die passende Projektionsfläche für die Beschreibung des Zustands der Umwelt und der menschlichen Seele. Wenn Menschen voller Sehnsucht auf Flüsse und auf das Meer blicken, wünschen sie sich eine Reise in die Ferne oder ins unbekannte Gewässer. Gleichzeitig streben sie nach einem sicheren Hafen und der Kontrolle über ihr Leben und ihre Umwelt. In der Ausstellung zeige ich Skulpturen und Arbeiten auf Papier.

Bei den meisten Bildern handelt es sich um maritime Motive, durch die ich Befindlichkeiten bzw. Emotionen ausdrücken möchte.

 

Abbildung: „Sprotten“ (Ausschnitt), 106 x 78 cm, Tusche auf Bütten-Karton, 2018