gestickte Meereskarte: Mittelatlantischer Rücken, Madagaskar-Rücken, antarktischer Ost-Pazifik, Atacama-Graben, Oregon-Graben (2022, Foto: Susanne Kessler)

Susanne Kessler – gestickte Meereskarten und maritime Rundreliefs

31.08. bis 02.10.2022

Für die ARTE NOAH konzipiert Kessler Arbeiten zu antiken und modernen Meeresräumen.

Klassische Themen der Antike versetzt Kessler kurzerhand in den Norden, etwa den Grundrissplan des Athenetempels in Paestum, der als „Flying Temple“ bei Büsum neu entstand. Kesslers Werke setzen sich vielgestaltig mit dem heimatlosen Herumirren auf den Meeren auseinander – dem damaligen wie dem heutigen. Von der Linie als Ursprung alles Schöpferischen ausgehend, entwickelte die Künstlerin mit den Jahren große zeichnerische Skulpturen. In ihrer Lebensbibliothek sammelt sie seit 1982 die Themen ihrer großen Projekte: alle Wege und Orte, an denen sie gelebt und gearbeitet hat, werden in Malbüchern dokumentiert. Auf der ARTE NOAH zeigt sie ein „Meer-Buch“.

Das Künstlerinnengespräch bei der Vernissage führt der Schriftsteller Michael Zeller.

Susanne Kessler lebt in Berlin und Rom, wo das antike Erbe ihre Arbeiten beeinflusst. Sie studierte Malerei und Graphik an der Universität der Künste (Berlin) und am Royal College of Art (London). Zahlreiche Stipendien und Auszeichnungen, darunter 2022 der Von-der-Heydt-Kulturpreis der Stadt Wuppertal.