Kunstverein Würzburg

2017

ARTE NOAH mit Ein.Flüsse
Bild und zugenäht

Vernähte Orte von Gisoo Kim auf dem Kunstschiff ARTE NOAH des Kunstvereins Würzburg

Bilder hinter den Bildern, Dinge hinter den Dingen12.03.2017

ARTE NOAH mit Ein.Flüsse

Sehr geehrte Damen und Herren der Presse,


Hiermit laden wir Sie und die Öffentlichkeit ein zu

EIN.FLUESSE
So., 02.07., 11 Uhr: Vernissage

Eine für den Kunstverein Würzburg von Felix Röhr kuratierte Gruppenausstellung mit
Werken der diesjährigen Abschlussklassen des Fachbereichs Gestaltung der städtischen
FOS Würzburg.
Das Konzept EIN.FLUESSE wird eine Art Brückenschlag zwischen den Frühjahrs- und den
Herbst-Ausstellungen 2017 bilden, sowie einen Versuch darstellen, diese vier Künstler posi -
tionen summativ zu veranschaulichen. Felix Röhr M.A. hat mit den diesjährigen Absol venten
im Fachbereich Gestaltung der FOS Würzburg angehende Kunstschaffende finden können,
die durch ihre Werke junge Sichtweisen und zeitaktuelle Zugänge zur Kunst präsentieren.

Weitere Termine
02.07.2017 bis 26.07.2017: Ausstellungszeitraum
Sa., 15.07., 17 Uhr: Kuratorenführung mit anschließenden Künstlergesprächen bei Wein
Mi., 19.07.: Kunstaktion (Infos unter www.kulturateur.de)
Sa., 22.07.: HAFENTOUR mit Kunststationen und Führungen der jungen Künstler
Mi., 26.07., 19 Uhr: Finissage mit „Eine ART Führung“ über die Ausstellung

Bild und zugenäht

Vernähte Orte von Gisoo Kim auf dem Kunstschiff ARTE NOAH des Kunstvereins Würzburg

Ein Foto ist ein Abbild der Wirklichkeit. Wirklich? Die Koreanische Künstlerin Gisoo Kim sieht, was in Bildern steckt und holt es aus dem Verborgenen: Sie stickt Figuren, Pflanzen, Ornamente auf die Zufallsfunde aus ihrem riesigen Bildarchiv. Zauberhaft legen sich neue Geschichten über die alten, erzählen von Natur, Menschen, Beziehungen, Verantwortung. Nun stellt sie "Vernähte Orte" auf dem Kunstschiff ARTE NOAH des Würzburger Kunstvereins aus.

Gisoo Kim hat in Hamburg und in Düsseldorf studiert. An der Hochschule für bildende Künste Hamburg lernte sie bei Prof. Franz Erhard Walther, zu dessen Schülern auch Rebecca Horn, Martin Kippenberger und Jonathan Meese zählten. Prof. Wiebke Siem inspirierte sie zur Arbeit mit Stoffen. In Korea lernte sie in der Schule sticken, wie auch deutsche Schülerinnen und Schüler. An der Kunstakademie Düsseldorf - der Heimat Joseph Beuys - traf sie auf die Bildhauerin und Fotografin Prof. Magdalena Jetelová und wurde Meisterschülerin bei der ehemaligen Direktorin der Kunstakademie, Irmin Kamp. Sie lebt und arbeitet in Essen.

In ihren Fotocollagen aus aneinandergenähten Bildern, ihren Installationen aus Bildern und Objekten, bei denen das Foto der Urgrund des Ausdrucks ist und bei ihren Stickereien auf Fotos offenbaren sich dem Betrachter neue Welten, Beziehungen, Perspektiven. Mensch und Natur, Mensch und Mensch, Objekt und Bild tragen eine subtile politische Botschaft von Verbindung, Verantwortung, Verständnis. In Würzburg wird sie eine Installation mit Bezug zum Ausstellungsort eigens erschaffen: das Kunstschiff, der Main, die Menschen stehen im Mittelpunkt.

Der Kunstverein Würzburg, Träger der Kulturmedaille, wählt jedes Jahr vier Künstlerinnen und Künstler aus und lädt sie zu Einzelausstellungen ein. 2017, in einer Zeit, in der das Fremde von einigen Lauten kritisch gesehen wird, will der Kunstverein mit seiner Künstlerauswahl ein Zeichen setzen für den wertvollen Beitrag in der Zusammenschau der Kulturen. Die Engländerin Yvonne Kendall, der Deutsche Henning Eichinger (Overflow-Undertow, 12.03. bis 26.04.2017), die Französin Marie-Claude Casabo (Eau dedans - Eau dehors, 27.08. bis 27.09.2017), der serbisch-stämmige Schweizer Sladjan Nedeljkovic (Drifting, 08.10.-08.11.2017) und eben Gisoo Kim aus Korea mit "Vernähte Orte" (07.05. bis 21.06.2017) zeigen den Wert des kreativen Austausches, der durch zusammen Leben und voneinander Lernen und gemeinsam künstlerisch bedeutendes Schöpfen geprägt ist.

Bilder hinter den Bildern, Dinge hinter den Dingen

12.03.2017

Yvonne Kendall und Henning Eichinger mit Overflow - Undertow auf dem Kunstsschiff ARTE NOAH


"Aus gut 40 Skizzenbüchern ziehe ich meine Ideen, und beginne," sagt der Professor für Freihandzeichnen und Gestaltungslehre an der Hochschule Reutlingen,  Henning Eichinger. Dann entsteht das Bild Schicht um Schicht beim Malen." So finden sich Bilder hinter den Bildern, ornamental, holzschitthaft kontrastreich, dennoch mit zart durchscheinenden Hintergründen, die die Malerei Eichingers prägen.


„Ich will die Betrachter anregen, die Dinge hinter den Dingen zu finden," sagt Yvonne Kendall. Die Absolventin des Victoria College of the Art in Melbourne, Australien, lässt ihre Skulpturen beginnen, wo man sie sieht: eine Hand, ein Brunnen, ein Schwan. Doch sie gehen weiter, aus der Bordwand, unter den Kiel der ARTE NOAH. Was hinter den Dingen steckt, findet jeder Betrachter in sich.


So fließt das Offensichtliche (Overflow) in der Ausstellung des Künstlerpaares Kendall und Eichinger auf dem Kunstschiff ARTE NOAH im Alten Hafen Würzburg über und zieht das Publikum in die Tiefen der Bedeutung (Undertow) hinab.


Overflow - Undertow

Yvonne Kendall und Henning Eichinger

Kunstschiff ARTE NOAH des Kunstvereins Würzburg

Oskar-Laredo-Platz 1, (Alter Hafen hinter dem Kulturspeicher)

97080 Würzburg

donnerstags bis samstags und feiertags 15 bis 18 Uhr, sonntags 12 bis 18 Uhr
Bildunterschriften: Bernd Schmidtchen begrüßt Yvonne Kendall und Henning Eichinger auf dem Kunstschiff ARTE NOAH

Die Vernissage von Overflow - Undertow auf der ARTE NOAH war am 12. März sehr gut besucht
Die Vernissage wurde unterstützt von Wein von 3 (http://weinvon3.de/weine/).