Kunstverein Würzburg

AUSSTELLUNGEN 2017

mikro makro18.02. - 25.02.2017
Yvonne Kendall/Henning Eichinger12.03. - 26.04.2017

Overflow – Undertow

Gisoo Kim07.05. - 21.06.2017

Vernähte Orte

EIN.FLUESSE02.07.–26.07.2017
Marie-Claude Casabo27.08. - 27.09.2017

Eau dedans – Eau dehors

Sladjan Nedeljkovic08.10. - 08.11.2017

Drifting

mikro makro

18.02. - 25.02.2017

Die Ausstellung „mikro makro" ist das Resultat einer Kooperation von Architekturstudenten der Fakultät Architektur und Bauingenieurwesen mit Kommunikationsdesignstudenten der Fakultät Gestaltung im Fach Photographie der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt.

Gezeigt werden kleimaßstäbliche Architekturen und deren dreidimensionaler Kosmos.

Diese stehen im Dialog mit großformatigen Photographien, die in die räumliche Tiefe dieser skulpturalen Arbeiten vordringen und neue Perspektiven eröffnen.

Die Arbeiten sind entstanden im Fach plastisches Gestalten des Studienganges Architektur bei Prof. Stefan Niese und im Studio für Photographie bei Prof. Dieter Leistner und Marcus Kaiser.

 

Vernissage: Sa 18.02.2017, 17 h, Finissage: Sa. 25.02.2017, 17 h

Öffnungszeiten: So: 12-18 h, Mi-Fr: 15-18 h.

 

Modell: Theresa Fenzel. Photographie: Stefan Niese

Yvonne Kendall/Henning Eichinger

12.03. - 26.04.2017

Overflow – Undertow

In ihrem Ausstellungskonzept Overflow - Undertow, speziell für diese Ausstellung konzipiert, nehmen Yvonne Kendall und Henning Eichinger symbolisch Bezüge zum Ausstellungsort und zu Themen wie Wasser, Fließen, Strömung oder Drift auf.

Overflow - Undertow ist mehrdeutig, übersetzt etwa mit Überfluss, Überlastung - Sog, Strömung und verweist auf den dramatischen gesellschaftlichen Wandel durch die modernen Kommunikationstechnologien. Dabei geht es nicht um die Technologien an sich sondern um die Veränderung unseres Lebens durch sie. Um die Frage, wie wir diese unterschiedlichen Welten synchronisieren.

Kendall/Eichinger zeigen einerseits die Überforderung/Überflutung mit ihren komplexen Netzwerken und Verbindungen in Bildern und schaffen andererseits skulpturale Situationen welche als Kontrapunkte erzählerisch und poetisch zur immer komplexer und schneller werdenden Gegenwart stehen..

 

Fotos: www.soenne.com

Gisoo Kim

07.05. - 21.06.2017

Vernähte Orte

Ich möchte eine neue Realität mit meinen Arbeiten schaffen, indem ich meine selbst aufgenommenen Landschaftsfotografien zusammen zu einem Fantasieraum aufbauen möchte. Die Fotoobjekte und Fotocollagen sind manuell mit Nadel und Faden aus ganze und zerschnittenen Fotografien zusammengefügt. Fotografien werden bewusst zerschnitten und zu Neuem wieder zusammengenäht. Dadurch entstehen Spuren und Brüche in den Fotografien, aber auch ganz neue scheinbare Realitäten, die oft auch organisch anmuten. Die feinen Stofffäden sind nicht nur Verbindungselemente, sondern oft auch die im Foto vorgegebenen Strukturen und Zeichen. Der Faden verknüpft mal unscheinbar unterschiedliche Orte miteinander, mal zeigt er aber auch die Unwirklichkeit des Gesehenen deutlich. Die sichtbare Realität von Fotografien trifft mit meiner Vorstellung zusammen, und das reale Motiv meiner Fotografien wird im Raum der Fantasie weitergeführt.

 

Abbildung: „Wasserspiel", gestickt auf Fotocollage, 100 x 70 cm, 2016

EIN.FLUESSE

02.07.–26.07.2017

Das Konzept der Schau wird eine Art Brückenschlag inmitten der vier Ausstellungen 2017 bilden, sowie einen Versuch darstellen, die Künstlerpositionen summativ zu veranschaulichen.

Die Thematiken „Innen und Außen" sowie „Strömungen" sowie „Einfluss und Überfluss" des 2017er Programms haben Schüler und Studenten inspiriert, junge Sichtweisen zu erschaffen.

>EIN.FLUESSE< sind die vielen schillernden Facetten einer konzeptionellen Ausstellungs-Idee und gleichwohl ist >EIN.FLUESSE< eine Ausstellung, die durch die vielen unterschiedlichen Positionen, Ansichten, Lebenswelten und -wege zu einem

großen Ganzen wird.                             

Mit dieser Ausstellung geht der Kunstverein neue Wege und stellt eine von Felix Röhr M.A. kuratierte Ausstellung vor, die konzeptionell seine Handschrift trägt. Felix Röhr ist seit 2010 als freier Kurator in Würzburg tätig.

 

Abbildung: Felix Röhr, www.kulturateur.de

Marie-Claude Casabo

27.08. - 27.09.2017

Eau dedans – Eau dehors

Eau dedans – Eau dehors / Wasser innen – Wasser außen.

Das Thema Wasser durchzieht meine ganze Arbeit: Mein Atelier liegt in Darnétal, Rouen, in der Normandie, direkt über dem Flüsschen Robec. Ein großes Mühlenrad, heute verschwunden, hat das Flussbett ausgehöhlt und in Kaskaden verwandelt; unter meinem Atelierfenster rauscht unablässig und laut das Wasser, an seinen Ufern säumen sich die  Baumreihen …

„In den Landschaftsbildern von Marie-Claude Casabo kreuzen sich ihre Marotten und ihre  Obsessionen, um ganz einfache, persönliche Geschichten zu erzählen. Das Auge bleibt auch bei ihren Fahnen hängen, den auf Leinwänden aufgeleimten Papieren.

Diese sind überflutet von einem Heißhunger auf Ausdruck,  wo der Wunsch, das Ende aller Dinge zu erfassen, und der Zweifel, alles ausdrücken zu können, miteinander ringen. Aber solange der Fluss noch fließt …“

(Xavier Alexandre in Ouest France, 10.01.2008)

 

Abbildung: „La Belle Seine“ (Detail) 300 x 150 cm

Sladjan Nedeljkovic

08.10. - 08.11.2017

Drifting

Welche Rolle spielen fotografische Bilder für uns im Alltag? Wie entsteht ein persönliches „Bild von der Welt"? Setzt es sich nicht aus unzähligen Einzelbildern zusammen? Woher stammen diese? Wer hat sie wofür gemacht? Ausgangspunkt der Arbeiten von Sladjan Nedeljkovic sind Bilder: öffentliche und private, gedruckte und bewegte, erinnerte und reale. Sie dienen als Basis einer konzentrierten künstlerischen Auseinandersetzung, die sich im Rahmen dichter und präzise ausformulierter Foto- und Videoarbeiten, Installation, Objekten sowie Zeichnungen manifestiert. Zusehens führt der Künstler den Betrachter in eine Unsicherheit, die die Grenzen zwischen Fiktionalität und Realität, zwischen Information und Manipulation, zwischen subjektiver Sicht und objektiver Wahrheit auflöst. Oft drängt sich die Frage auf: Was sehen wir und wie interpretieren wir das Gesehene? Was ist sichtbar, was bleibt verborgen? Für die Ausstellung auf der ARTE NOAH wird Nedeljkovic neue Arbeiten entwickeln.

 

Abbildung: „O.T. (WHERE THE TRUTH LIES)", Zeitungs-papier, 12-teilig, je 57 x 80 cm. Foto: Alexander Odermatt, Portraitfoto: Bernd Hiepe