Kunstverein Würzburg

2020

URBANATIVE, Kurator Felix Röhr, Kulturateur07.03.–15.03.2020
Alfonso Hüppi - unterwegs -leider abgesagt
Claudia-Maria Luenig (Un)durchdringlichverlegt auf 2021
Sommerausstellung: BBK-Unterfranken, Ping Pong14.06.–05.07.2020
Emil Sorge Komm in mein Boot30.08.–30.09.2020
Harriet Groß Die Logik des Wassers11.10.–11.11.2020

URBANATIVE, Kurator Felix Röhr, Kulturateur

07.03.–15.03.2020

„Es steigt der Mut mit der Gelegenheit!“ (W. S.) ist ein treffendes Bonmot – der Kunstverein zeigt Mut, die Aktiven packen die Gelegenheit beim Schopf: Eine neue urbane Initiative im Alten Hafen.

 

Mr. Woodland, eigentlich Daniel Westermeier, zeigt eine Mischung aus realistisch gemalten Figuren und grafischen Fragmenten. Mit Graffiti-untypischen Motiven grenzt er sich vom Mainstream ab.

 

Chris Coward generiert seine Bildwelten in Acrylmalerei, vermehrt auch mit Ölfarben. Dazu kommt ein üppiges Konvolut von Skizzen und Zeichnungen – in Graphit oder Kreide, Tinte oder digital.

 

ATE-Crew, Simon Schacht und Christian Schlosser, arbeiten viel im öffentlichen Raum. Dabei sind es die Texturen und Oberflächen-Strukturen, die sie zur Anpassung, zum kreativen Spielen zwingen.

 

Iron Monkey aka Andreas Pistner aka Bärbel präsentiert zwar gesprühte Arbeiten, hat jedoch eine eher außergewöhnliche Technik generiert. Nicht durch massigen Schicht-Aufbau sondern durch filigrane Volumengebung zeichnen sich seine Welten auf Holz aus.

Vernissage: 07.03.2020 um 19 Uhr.

Finissage: 15.03.2020 um 15 Uhr.

Alfonso Hüppi - unterwegs -

leider abgesagt

Die Ausstellung zeigt Arbeiten aus einem Zeitraum von 70 Jahren: Zeichnungen, Aquarelle, Gouachen, Kalligrafien, Drucke, Falt- und Knautschblätter, Holzobjekte und Sehschlitze. „auf solche gegenstände schaut man ohne ihr dasein erklären zu

wollen als anregung zum empfinden ihrer bedeutung unbekannte gebilde die wachsen ähnlich vulkanen bäumen knospen huegelige landschaft oder füssiges dinge die man nicht benennen kann bemerkenswerte zeichen aus schwarz und zarten tönen auf weiss eine welt ähnlich der gewohnten doch um einige stufen elementarer wie um die zeit des ersten tages“  Max Bill für Alfonso Hüppi

 

*1935 In Freiburg i. Br., Ausbildung zum Silberschmied in der Schweiz, Studium der Bildhauerei an der Kunst- und Werkschule Pforzheim. 1960–64 Dozent für Kalligrafie und Bildnerisches Gestalten an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg. 1974–99 Professur für Malerei an der Kunstakademie Düsseldorf. Mitgl. der Akademie der Künste Berlin, Leiter des Museums im Busch, Namibia

 

Fotos: Yeon Shin Hüppi

Claudia-Maria Luenig (Un)durchdringlich

verlegt auf 2021

Die Künstlerin beschäftigt sich in ihren Arbeiten mit der An- und Abwesenheit des Körpers im privaten als auch öffentlichen Raum. In den textilen Arbeiten wird der abwesende Körper erfasst, die gehäkelte Form orientiert sich direkt am Körper der Künstlerin. Die Abstraktion des Körpers unterstützt die Identifikation des ANDEREN. Man kann nicht nur die abstrakte Form erkennen, sondern die Überlagerung kreiert eine Illusion der Wirklichkeit. Und damit verdeutlichen die Arbeiten, ob Skulpturen oder Zeichnungen, die Grenzen zwischen Körper, Haut und Leib. Das Wirken an der Grenze zwischen dem Selbst und dem Anderen ist die Schnittstelle zwischen dem Individuum und der sozialen Welt.

 

Claudia-Maria Luenig (*1957) studierte und lebte 14 Jahre in Australien, seit 1999 in Wien. Sie hat an Ausstellungen u.a. in Deutschland, Frankreich, Süd- und Osteuropa und China teilgenommen. Seit 2004 betreibt sie das basement in Wien (vier Mal Galerie Preis Das Engagierte Auge).

Sommerausstellung: BBK-Unterfranken, Ping Pong

14.06.–05.07.2020

Das Kunstschiff ARTE NOAH des Kunstvereins Würzburg im Alten Hafen hinter dem Kulturspeicher 
lässt seine Gangway herunter für
PING PONG

Matthias Braun, Kathrin Feser, Kristin Finsterbusch und Kerstin Römhild, BBK Unterfranken
Sommerausstellung des Kunstvereins Würzburg im Rahmen der Kooperation mit Kulturträgern im Alten Hafen


14.06. bis 05.07.2020
 
donnerstags, freitags, samstags und feiertags 15 bis 18 Uhr, sonntags 12 bis 18 Uhr.
Kunstschiff ARTE NOAH
Eintritt frei


Der Vorstand und die Mitglieder des Kunstvereins e.V. freuen sich auf die Wiedereröffnung nach der Krise. Hygienemaßnahmen werden angewandt: keine Vernissage, Mundschutz und maximal fünf Gäste gleichzeitig.
Kontakt zum BBK: Karthrin Feser, verband@bbk-unterfranken.de

 

Abbildung: Kerstin Römhild - Zeit der Stille I

Emil Sorge Komm in mein Boot

30.08.–30.09.2020

Sorges Arbeiten sind dreidimensional. Das gilt ebenso fu?r seine Holzreliefs, die er aus dem Holz herausschnitzt wie auch fu?r seine Bildobjekte, wenn er die Holzreliefs auf Leinwand oder Papier abdruckt und sie als Basis fu?r Ölgemälde, Gouachen oder Aquarelle nutzt. Die Spuren des Menschen jedoch sind in allen Arbeiten allgegenwärtig - sei es in der Architektur, der Technik, der gestalteten Natur oder auch der missbrauchten Natur. Fu?r den Kunstverein Würzburg werden unter dem Titel „Komm in mein Boot“ Kunstwerke wie Fundstücke oder Strandgut zu einer ku?nstlerischen Sicht auf die Gegenwart zusammengefasst.

 

*06.01.1957 in Stolberg, 1975–1981 Staatl. Kunstakademie Düsseldorf Meisterschu?ler, Zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen.

2019 DIE GROSSE Düsseldorf, 2019 Kunstverein Heinsberg, 2020 Kunstverein Unna, 2020 Kunstverein Würzburg. Lebt und arbeitet in Stolberg-Breinig.

 

Abbildung: „Strandgut“ (Ausschnitt“, Holzrelief, farbig gefasst, 2018

Foto: Emil Sorge · Portraitfoto: Bernd Wartwig

Harriet Groß Die Logik des Wassers

11.10.–11.11.2020

Auf einem Schiff bleibt der scheinbar feste Untergrund des Ausstellungsortes in einer ständigen, meist unmerklichen Bewegung. Diesen Zustand möchte Harriet Groß auch in den Gedanken der Besucher erzeugen, die sich anhand von Notationen auf Tuschezeichnungen und einem Audio Guide in dieser, den gesamten Raum strukturierenden Installation, auf die Logik des Wassers einlassen können. Der Innenraum der ARTE NOAH scheint sich in einen fließenden zu verwandeln. Die Grenzen zu dem Element, in der sie verankert ist, verschwimmen auf mannigfaltigen Perzeptionsebenen mit den verschiedenen in den Fokus genommenen Wesensarten

des Wassers – und das alles im leisen Rhythmus des Regens.

 

*1967 in München, 1995–2002 Bildende Kunst Hochschule der Künste, Berlin. 1998 Erasmusstipendium am Royal College of Art in London. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland. Arbeiten u.a. im Kupferstichkabinett Berlin, Centro Galego de Arte Contemporánea Santiago, Anna Amalia Bibliothek Weimar

 

Abbildung: „Sprotten“ (Ausschnitt), 106 x 78 cm, Tusche auf Bütten-Karton, 2018